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Verge Hack: Verge-Team lediglich inkompetent oder doch kriminell?

Verge wurde wieder einmal gehackt, der Hacker kam mit Verge-Tokens im Wert von fast 2 Millionen Dollar davon. Hack-Attacken und Sicherheitsprobleme sind in der digitalen Welt nichts Ungewöhnliches, wenn ein Projekt allerdings dreimal in nur 3 Monaten erfolgreich gehackt wird, dann erscheint dies durchaus fragwürdig.

Nach der Attacke schrieb Supernova auf ihrem Twitter-Account:

Bei drei ernstzunehmenden Attacken in drei Monaten stellt sich so mancher die Frage: Handelt es sich hierbei um Insider-Tätigkeiten oder versucht das Verge Team einfach nicht ihre Blockchain abzusichern? Noch schlimmer ist der Fakt, dass es sich bei allen drei Attacken um den gleichen Attacken-Typ handelt: Eine 51% Attacke.

Was ist eine 51% Attacke?

Eine 51% Attacke dient dazu, die Kontrolle über eine Blockchain zu übernehmen. Das ganze geht so: Ein Hacker, der mehr als 51% der Hashpower der Blockchain kontrolliert, schürft einen Block mit einem verfälschten Zeitstempel (Der Zeitstempel sollte darstellen, dass der Block früher als in Echtzeit geschürft wurde). Dieser neue Block erlaubt den Hackern die Blockchain abzuzweigen, eine „Fork“ zu kreieren. Die neue Blockchain befindet sich dann völlig unter Kontrolle der Hacker, was bedeutet, dass der Autorisierungsprozess von neu geschürften Blöcken in der Macht der Hacker liegt.

Wenn dieser Prozess erfolgreich abgeschlossen wird, dann werden alle geschürften Blöcke dem Hacker zugutekommen. Dieser Attacken-Typ war schon immer  theoretisch möglich für jedes Blockchain-Projekt, andere Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum litten jedoch noch nie darunter.

Diese Attacke ist nicht gerade etwas, dass das Vertrauen in Verge und auch Kryptowährungen insgesamt erhöht.

Verge veröffentlichte kürzlich eine Reihe interessanter Partnerschaften, die ihre Münze in eine echte Wertanlage verwandeln werden, mit der neuen Attacke jedoch sieht das Team hinter dem Projekt nur schlampig und unverantwortlich aus.

Man fragt sich, was ihre neuen Partner darüber denken oder ob sie das Problem als schwer genug ansehen, um nach anderen Projekten zu suchen.

Noch schlimmer ist die Tatsache, dass Verge ein 100% Open-Source-Projekt ist, was bedeuten sollte, dass alles transparent und offen geschieht, in dieser Situation jedoch war das Team recht schweigsam und wurde im Allgemeinen nicht den Standards eines Projekts gerecht, das die Sicherheit, Privatsphäre und den Wert jedes Münzhalters und Benutzers gewährleisten soll.

Abgesehen von der Tatsache, dass ein bekanntes Problem mit Verges Blockchain überhaupt nicht behoben wurde, ist der Verdacht gestiegen, dass es sich um einen Insider-Job handelt. Dies ist nicht nur leere Rede oder eine Verschwörungstheorie, CryptoMedication hat ein langes, detailliertes Stück, das alle Beweise erklärt und beschreibt, warum eine solche Interpretation tatsächlich gerechtfertigt ist.

Er weist darauf hin, dass der Hacker vom 4. April 18,6 Millionen Verge-Tokens stahl hat und dass nur wenige Wochen später diese fast exakte Menge an Verge-Tokens von einem von Verges Wallets an Binance gesendet wurde. Diese Beweislage ist nicht genug um ein Urteil zu fällen, der Zufall sieht jedoch bestenfalls komisch aus. Verge argumentierte, dass die Tokens für „Ledger Wallets“ benötigt wurden, was einfach nicht stimmt.

Nach dem Hack im April gab das Team an, das Problem behoben zu haben – nur damit sich der Angriff wenige Tage später wiederholte.

Das Problem ist durchaus behebbar, Das Team hinter der Kryptowährung scheint jedoch lieber auf der Lösung zu sitzen, als sie zu implementieren.

Der Artikel von CryptoMedication geht noch weiter. Er weist darauf hin, dass die Marketingstrategie von Verge, neue Partnerschaften bekanntzugeben, um die Leistung der Währung zu unterstützen, an ihre Grenze gekommen ist, weshalb der Wert von XVG in der letzten Woche stark gesunken ist.

Die Frage ist jetzt offensichtlich. Mit einem weiteren Hack und dem Preisverlust der Kryptowährung, wann sollte man diese verkaufen? Eine interessante Tatsache ist, dass der Hack keine Senkung des Preises für sich selbst verursacht hat, es war nur die Art, wie der Markt in letzter Zeit lief.

Wir hoffen aufrichtig, dass das Verge-Team bald von den Fehlern lernen wird, die sie bisher begangen haben und damit begonnen hat, die Arbeit zu verrichten, die sie eigentlich machen sollen. Andernfalls werden ihre Partner, Investoren und Inhaber leiden – und einen Schlussstrich ziehen.

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