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Token der DeFi-Projekte brechen massiv ein – Ist die DeFi-Blase geplatzt?


Während sich Bitcoin zurzeit hervorragend schlägt und sich die Investoren über Gewinne freuen können, trifft es einen Bereich gerade besonders hart. Die Rede ist von dem DeFi-Bereich. Dieser hat bereits das ganze Jahr von sich reden gemacht und Investoren konnten enorme Gewinne verbuchen. Seit Ende August gibt es jedoch eine Trendwende. Die Token der DeFi-Projekte verlieren permanent an Wert. Dabei scheint die Abwärtsdynamik an Schwung zu gewinnen. Die letzten Tage mussten die meisten Token wieder herbe Verluste hinnehmen.

Einen guten Überblick über die preisliche Entwicklung der DeFi-Projekte gibt der FTX-DeFi-Index. Dieser beeinhaltet 25 verschiedene Projekte mit unterschiedlicher Gewichtung.

FTX-DeFi-Index – Quelle: ftx.com

Man sieht, dass der Graph seit dem Allzeithoch am 31. August stark eingebrochen ist, um knapp 58 %, um genau zu sein. Im Index finden sich die folgenden Projekte:

  • Kyber Network -62 % vom Jahreshoch am 21. Juni
  • Compound -78 % vom Jahreshoch am 16. August
  • Maker -33 % vom Jahreshoch am 13. August
  • 0x-Protocol -55 % vom Jahreshoch am 22. August
  • Ren -58 % vom Jahreshoch am 1. September
  • Augur -52 % vom Jahreshoch am 21. August
  • Synthetix -63 % vom Jahreshoch am 31. August
  • TomoChain -78 % vom Jahreshoch am 13. März
  • Thorchain -63 % vom Jahreshoch am 20. August
  • Curve -99,3 % vom Jahreshoch am 14. August
  • Polkadot -40 % vom Jahreshoch am 1. September
  • Chainlink -47 % vom Allzeithoch am 16. August
  • Meta -92 % vom Jahreshoch am 31. August
  • Solana -71 % vom Jahreshoch am 1. September
  • Cream -84 % vom Jahreshoch am 9. September
  • Band Protocol -76 % vom Jahreshoch am 10. August
  • Serum -77 % vom Jahreshoch am 1. September
  • Sushiswap -94 % vom Jahreshoch am 28. August
  • Swerve -99 % vom Jahreshoch am 5. September
  • Avalanche -54 % vom Jahreshoch am 22. September
  • yearn.finance -80 % vom Jahreshoch am 12. September
  • Uniswap -77 % vom Jahreshoch am 18. September
  • Wrapped Nexus Mutual -75 % vom Jahreshoch am 30. August
  • Aave -70 % vom Jahreshoch am 26. August
  • Balancer -76 % vom Jahreshoch am 30. August

Auch auf anderen Plattformen, wie EOS mussten die Token der DeFi-Projekte starke Verluste wegstecken. So ist z. B. der Token von DeFi-Box um über 80 % von seinem Jahreshoch eingebrochen.

Der Grund für den Einbruch liegt wahrscheinich im starken Hype um DeFi in diesem Jahr. Nachdem sich der Yield-Farming Rausch abgekühlt hat und die Investoren nicht mehr gewillt waren jeden Coin zu kaufen, hat das allgemeine Interesse nachgelassen und die fallenden Kurse das Sentiment gedreht. Auch zieht das bullische Sentiment um Bitcoin das Kapital aus den Altcoins ab. Allen voran der DeFi-Bereich.

Fazit

Dass hier eine Blase geplatzt ist, ist schwer zu leugnen. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Dennoch steckt in DeFi noch viel Potential. Es ist davon auszugehen, dass die meisten DeFi-Investoren bereits mit dem Kryptomarkt vertraut waren. Sollte Bitcoin wieder neue Investoren anziehen, könnte auch der DeFi-Markt wieder boomen.

Das in DeFi gesperrte Kapital ist nicht wirklich gesunken und die Plattformen werden nach wie vor verwendet. Einige Projekte, wie DeFi-Box verteilen die Swapgebühren an die BOX-Token Staker. Da sich das Handelsvolumen nicht groß verändert hat, steigt so die Rendite für den Token. Das Einkommen bleibt konstant, aber der Wert des Tokens ist gesunken, was dazu führt, dass der Zins pro Token steigt. Die höhere Rendite bringt einen Kaufanreiz mit sich, der dann wieder wirken sollte, wenn die allgemeine Angst am DeFi-Markt wieder etwas gewichen ist.

Blasen im Kryptobereich kann man nicht mit gewöhnlichen Blasen vergleichen. Bitcoin ist bislang etliche Male wieder aufgestanden und bereits dabei die nächste Blase zu bilden. Diese extremen Marktzyklen gelten genauso für DeFi. Nichtsdestotrotz werden einige Projekte für immer verschwinden. Ein klarer Wackelkandidat ist z. B. Sushiswap.

DeFi Fallender Kurs
DeFi© Cryptoticker

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