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Land investiert 700 Mio. $ in Bitcoin-Mining


Am 2. September bestätigte der am selben Tag ernannte Minister für digitale Entwicklung von Kasachstan, Bagdat Mussin, dass man über die nächsten 3 Jahre eine hohe Geldsumme in Bitcoin-Mining werde. Bereits sein Vorgänger Askar Zhumagaliyev hat von diesem kühnen Vorhaben gesprochen. Die Rede war von umgerechnet rund 700 Mio. $. Am Tag seines Amtsantritts sagte Mussin zu Reuters:

Mehr als 80 Milliarden Tenge (190 Millionen Dollar) wurden in den Sektor investiert. Heute haben wir vorläufige Vereinbarungen über Investitionen im Wert von 300 Milliarden Tenge getroffen.

Des Weiteren meinte er, dass bereits 13 Miningfarmen im Land aktiv seien, 4 weitere seien im Bau begriffen. Kasachstan verfügt mit großen Kohle- und Ölreserven über günstige Energie und kann so wettbewersfährig am globalen Hashmarkt mitmischen.

Länder knabbern an Chinas Hashleistungs-Dominanz

Laut einer Studie des Cambridge Center of Alternative Finance vom April 2020 dominiert China mit rund 2/3 die globale Hashleistung. Kasachstan ist mit rund 6 % nach China, den vereinigten Staaten und Russland bereits an 4. Stelle. Durch die hohen Investitionen dürten die Konkurrenten Russland und USA durchaus erreichbar sein.

Globale Hashrate im April 2020 / Quelle: Cambridge Centre of Alternative Finance

Ein weiteres Land von dem man in letzter Zeit viel in diese Richtung hört ist der Iran. Im Mai wurde bekannt, dass rund 7,3 Mio. $ in Mininganlagen in dem Land investiert wurden. Der Iran hat durch die Sanktionen der USA und ebenso hohen Energievorkommen in Form von Öl, hohe Anreize, um in Mining zu investieren bzw. das Mining zu dulden und darüber Geld einzunehmen. Er verkauft jetzt halt “bitcoinisiertes” Öl anstatt den Rohstoff direkt. Dass Greta Thunberg aufgrund dieser Entwicklungen einmal zur Bitcoin-Hodlerin werden wird, darf bezweifelt werden.

Eine Studie der Universität Princeton vom Oktober 2018 errechnete noch eine Hashrate-Dominanz seitens Chinas von 74 %. Demnach hat das Land in rund 1,5 Jahren rund 10 % der Hashrate an andere Länder abtreten müssen.

Wie schaut es mit Deutschland aus?

Grüne Strompolitik ist nicht ohne Kosten. Die Strompreise sind in vielen europäischen Ländern, Deutschland allen voran, so hoch, dass sich Bitcoin-Mining nicht auszahlt. Wer hier am Bitcoin-Konsensus teilnehmen will, hat am Ende einen Verlust stehen. Dies wird sich wahrscheinlich in naher Zukunft nicht ändern. Dass das Land trotzem im obigen Diagramm aufscheint, dürfte an Minern liegen, die das Ganze als Hobby machen bzw. die selbst günstige, eigene Stromquellen anzapfen. Die Anzahl der Bitcoin-Fullnodes betreffend, ist Deutschland weltweit die Nr. 1.

© Cryptoticker

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