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Jetzt ist es offiziell: Bitcoin hat ein neues Allzeithoch erreicht!

Seit gestern gibt es keine Ausreden und Relativierungen mehr: Bitcoin hat ein neues Allzeithoch bestiegen. Egal wann man bisher investiert hat – man hat Gewinn gemacht. Wo aber wird das hinführen?

Wenn man ein Weilchen „in Bitcoin“ ist, wird das alle paar Jahre wiederkehrende Allzeithoch schon beinah zur Gewohnheit. So wie ein zufällig auftauchender Feiertag, der für Materialisten mindestens so gut ist wie Weihnachten.

Gestern war es mal wieder so weit. Nachdem der Kurs schon vor gut einer Woche mit einem neuen Allzeithoch geflirtet hat und es auf einigen Börsen auch kurz erreichte – haben die Märkte das neue Allzeithoch nun hochoffiziell und endgültig eingelocht und mehrfach bestätigt: Der Kurs steht heute bei etwa 18.750 Euro und lag gestern auch mal für eine kurze Zeit bei 18.900 Euro. Auf Bitcoin.de wurden sogar Spitzenpreise von mehr als 20.000 Euro erzielt. Sowohl im Durchschnitt als auch in der Spitze stellt dies das bisherige Allzeithoch vom 17. Dezember 2017 – also vor exakt drei Jahren – weit in den Schatten.

Der Vier-Jahres-Chart bei Bitcoin.de: Höher lag der Preis noch nie!

Wer vor dem 17. Dezember 2020 in Bitcoin investiert hat, egal wann, ist nun in der Gewinnzone. Es gab keinen einzigen Tag zuvor, an dem man mit Verlust einsteigen konnte, selbst dann, wenn man, ganz das naive Geld in der Fomo-Panik, ja nichts zu verpassen, auf der absoluten Spitze der letzten Blase investiert hat. Das ist, natürlich, ein freudiges Ereignis, das uns Bitcoin am Ende dieses schwierigen und seltsamen Jahres 2020 schenkt.

Aber wie geht es weiter?

Wie stets kann ich darauf nur mit einer Methode antworten: Wir schauen in die Vergangenheit und gehen davon aus, dass es irgendeine Logik gibt, die bereits Geschehenes mit Gegenwärtigem und Zukünftigem verbindet.

Die erste Bitcoin-Blase gipfelte im Juni 2011 bei 30 Dollar.
Die zweite Bitcoin-Blase erreichte im April 2013 eine Spitze von 260 Dollar.
Die dritte Blase folgte rasch darauf und platzte bei etwa 1250 Dollar.
Die vierte Blase hatte im Dezember 2017 ihren Höhepunkt bei beinah 20.000 Dollar.
Die fünfte Blase hat eben erst begonnen.

Man könnte die zweite und dritte Blase zusammenzählen, weil sie so nahe beieinander liegen. Das würde dann auch gut in die fundamentalen Zyklen von Bitcoin passen, die sogenannten „Reward-Ären“ – Zeitabschnitte von jeweils etwa vier Jahren, nach deren Ablauf das Halfing die Produktion neuer Coins durch die Miner halbiert. Eine jede Reward-Ära durchläuft bisher die typischen Marktphasen: Bärenmärkte fallender Preise, Seitwärtsmärkte auf Plateaus, Bullenmärkte mit steigenden Preisen, Blasen, die ein neues Allzeithoch bilden, das Platzen der Blase – und wieder alles noch einmal von vorne.

Man könnte nun spekulieren: Von der ersten zur zweiten Blase hat sich der Preis von 30 auf 1250 Dollar erhöht, ist also um das 41-fache gestiegen; von der zweiten zur dritten kletterte er von 1250 auf 20.000 Dollar, was eine Steigerung um den Faktor 16 entspricht. Und von der dritten zur vierten?

Wenn wir nach einer zahlenmäßig ausdrückbaren Logik suchen, ist der Faktor von der zweiten zur dritten Blase um 60 Prozent gesunken – von 41 auf 16. Würde dies logisch weiterlaufen, müsste er von der dritten zur vierten Blase um weitere 60 Prozent abnehmen – von 16 auf 6,4. Falls das für euch enttäuschend klingt, solltet ihr euch ausrechnen, was das bedeutet: Wenn sich der Preis von der Spitze der dritten Blase bei 20.000 Dollar ver-6,4-facht – dann bekommen wir eine Spitze von 128.000 Dollar, also ungefähr 100.000 Euro.

Das ist natürlich und im Namen von Satoshi Nakamoto und all seinen Early Adoptern eine reine Spekulation. Ein Zahlenspiel, mehr nicht. Niemand sollte auch nur daran denken, es zur Basis eines Investments oder eines Rentenplans zu machen. Stattdessen sollte man sich als Bitcoiner darüber freuen, dass ein für die Welt nicht ganz einfaches Jahr zumindest in einem Aspekt so freundlich zu Ende geht.

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