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Interview mit Salah Zalatimo, den CEO der neuen Social Media Plattform „Voice“


Wie berichtet ist vor wenigen Tagen die neue eosio-basierte Social Media Plattform Voice weltweit gestartet. Das russische Kryptomagazin u.today hatte kürzlich das Glück den CEO von Voice und ehemaligen CDO von Forbes, Salah Zalatimo, für ein Interview vor die Flinte zu kriegen.

u.today: Inmitten der häufigen Anschuldigungen gegen Facebook wegen der Weitergabe von Nutzerdaten hat die neue Blockchain basierte Social-Media-Plattform Voice gute Chancen durchzustarten und zu einer bevorzugten Plattform der Nutzer sozialer Medien zu werden. Was sind Ihre Prognosen für die Nutzeranzahl im kommenden Jahr?

Salah Zalatimo: Leider können wir unsere Publikumsprognose für das Jahr noch nicht öffentlich bekannt geben. Wir freuen uns darauf, dies in den kommenden Monaten zu tun. Aber wir arbeiten daran, unsere Plattform zunächst für unsere Kernnutzer aufzubauen. Und deshalb ist unsere Priorität im Moment weniger Größe und mehr Engagement.

Wir wollen sicherstellen, dass unsere Token-Ökonomie und unser Token-System eine gewisse Zeit zum Reifen haben, und wir wollen uns auch auf den Aufbau der richtigen Kerngruppe von Gemeinschaften konzentrieren, um den Start dieser Plattform zu unterstützen, denn Voice ist eine Plattform, die für und von ihren Nutzern aufgebaut wird.

Wir sind dabei, die sozialen Medien zu demokratisieren. Es ist also nicht etwas, das wir einfach so direkt aus dem Ärmel zaubern können. Es ist etwas, das wir nur dann richtig und gut machen können, wenn wir unser Publikum einbeziehen. Und dieser Prozess führt uns morgen buchstäblich zum nächsten Schritt [Interview wurde am 14. August gemacht, einen Tag vor Öffnung der Tore für globale Nutzerschaft]. Ich hoffe, dass jeder, der mit unserer Mission übereinstimmt, uns finden und früh genug Zugang zu uns erhalten kann. Aber an diesem Zeitpunkt konzentrieren wir uns wirklich auf das Engagement.

u.today: Aber werden Sie den durchschnittlichen Nutzer damit anziehen? Ich meine diejenigen, die noch nicht in Kryptowährungen involviert sind.

Salah Zalatimo: Absolut. Ich denke, diejenigen in der Gemeinschaft der Kryptowährungen werden den Wert, den Voice mit sich bringt, schneller zu schätzen wissen. Aber der Wert, den Voice bringt, ist nicht die Kryptowährung selbst. Es ist ein transparenteres und verantwortungsvolleres soziales Medium. Es wird also jeden ansprechen, der heute soziale Medien nutzt und frustriert ist über die Art und Weise, wie sich die Spitzenleute verhalten. Wir glauben, dass wir all diese Nutzer ansprechen können, ob sie nun wissen, was Krypto ist oder nicht.

u.today: Wie vermeidet ihr Traffic Betrug/Engagement-Betrug? Welche Mechanismen wird Ihr Konsensalgorithmus bieten?

Salah Zalatimo: Das ist ein interessanter Punkt. Als blockchainbasierte und auf Kryptowährungen fokussierte, tokenisierte Social-Media-Plattform ist Sicherheit eine unserer obersten Prioritäten. Und so sind wir sehr darauf bedacht, den Nutzern zu helfen, ihre Schlüssel zu schützen und ein System zu schaffen, in dem jede Interaktion eine Transaktion und damit transparent und überprüfbar ist. Wir sind also speziell so konzipiert, dass Tokens durch Transaktionen ausgetauscht werden. Das erschwert die Möglichkeit, einfach nur gefälschten Datenverkehr oder gefälschtes Engagement zu erzeugen, weil man ein Konto benötigt, um Transaktionen durchzuführen. Und bei jedem Konto überprüfen wir, ob sich ein Mensch hinter dem Konto befindet. Wir arbeiten auch darauf hin, Identitäten zu verifizieren.

u.today: Werden Sie KYC verwenden?

Salah Zalatimo: Nun, Know Your Customer verlangt speziell die Verwendung von Regierungsausweisen zur Verifizierung von Identitäten, das gilt insbesondere für Kryptowährungen und den Verdienst-Teil. Wenn also unsere Nutzer ihre Token von der Plattform abheben möchten, müssen wir zu diesem Zeitpunkt KYC verwenden, aber Nutzer, die nur der Plattform beitreten möchten, müssen KYC nicht verwenden.

Wir haben unseren eigenen proprietären Anmeldeprozess entwickelt, den wir intern als Human Signup bezeichnen. Der Human Signup-Prozess verifiziert, dass ein Mensch das Konto erstellt.

Und dann hilft es uns zu erkennen, wo eventuell doppelte Konten erstellt werden, denn Voice ist sehr spezifisch aufgebaut, um jeder Person ein einziges Konto zu geben. Auf diese Weise erhalten wir die Verantwortlichkeit und die Qualität unserer Gemeinschaft aufrecht.

u.today: Oh, das ist interessant. Wie wollen Sie das machen? Wie wollen Sie herausfinden, dass es sich um verschiedene Konten handelt, die von einer Person erstellt wurden?

Salah Zalatimo: Unsere menschliche Seite des Prozesses beinhaltet die Erstellung eines 3D-Selfie. Dieses 3D-Selfie ist für jede Person einzigartig, und Sie müssen das 3D-Selfie erstellen, um beitreten zu können. Und daher verifiziert dieses 3D-Selfie, dass Sie tatsächlich ein menschliches Wesen sind, und es kann tatsächlich prüfen und sehen, ob Sie zuvor ein Konto erstellt haben. Wenn dies der Fall ist, wird das Konto im Hintergrund markiert. Wir wenden uns an Sie und bitten Sie, zunächst manuell zu überprüfen, ob es sich um die gleiche Person handelt. Und wenn ja, wenden wir uns an den Nutzer und bitten ihn: Sie wissen, dass unsere Richtlinien im Rahmen des Schutzes unserer Gemeinschaft nur ein Konto pro Benutzer zulassen. Wissen Sie, ist dieses Konto von ihnen? Ja oder nein. Und falls ja, entfernen wir das neue Konto. Wir gehen also nach dem Prinzip “Vertrauen, aber überprüfen” vor.

u.today: Wird es eine manuelle Moderation geben? Ich meine, wird es Leute geben, deren Aufgabe zum Beispiel darin besteht, die Beiträge der Benutzer zu moderieren?

Salah Zalatimo: Indem wir die sozialen Medien demokratisieren, geben wir diese Macht zurück in die Gemeinschaft.

Wir haben jedoch auch rechtliche Verpflichtungen, unsere Gemeinschaft vor sehr schädlichen Inhalten zu schützen. Und das erfordert von uns ein gewisses Maß an menschlicher Moderation.

Aber wir gehen davon aus, dass es nur ein Bruchteil des manuellen Moderationsaufwands sein wird, die die größten Social-Media-Unternehmen betreiben müssen, denn, wie heißt es doch so schön, “wenn man schlechte Qualität reinbekommt, bekommt man auch schlechte Qualität raus”, eine wahrscheinlich eher weniger nette Art, das zu sagen. Wir sind der Meinung, dass allein durch diese Maßnahme der weitaus größte Teil der Notwendigkeit der inhaltlichen Moderation, die derzeitige Plattformen haben, wegfallen wird.

u.today: Wie wird Ihr Belohnungssystem funktionieren? Werden diese Informationen für einen normalen, unerfahrenen Nutzer transparent und klar sein?

Salah Zalatimo: Ja, absolut. Wir haben die Einzelheiten über die heutige Funktionsweise (hier auf Deutsch) bereits in unserer FAQ veröffentlicht und werden auch weiterhin transparent sein, wenn wir Änderungen vornehmen. Es ist ein System, das noch in Arbeit ist, und wir haben es noch nicht fertiggestellt oder wirklich verfestigt, weil es komplex ist. Wir streben danach, transparent zu sein, während wir weiter reifen und es verbessern.

u.today: Was den Moment betrifft, haben nur US-Bürger frühzeitigen Zugang, und wann werden Menschen aus anderen Ländern einen erhalten können?

Salah Zalatimo: Tatsächlich haben wir bis heute 20 Ländern Zugang gewährt, und diese Liste wird weiter wachsen, wenn wir mit den Aufsichtsbehörden in den verschiedenen Ländern zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass wir ihre Richtlinien einhalten.

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