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Goldpreis erreicht 7-Jahreshoch. Kann Bitcoin mithalten?


Seit Anfang 2019 ist Gold wieder in aller Munde. Der Preis konnte signifikant zulegen und brach im Sommer einen wichtigen Widerstand. Seitdem hat das Edelmetall einen stetigen Preiszuwachs erfahren. Im Februar konnte eine weiterer wichtiger Widerstand von März April 2013 überwunden und ein neues 7-Jahreshoch erreicht werden.

Der Preis ging mit 1.643 $ je Feinunze (31,1 g) in die Wochenend-Handelspause. Da der Euro zum US-Dollar die letzten Jahre stark an Wert verloren hat, bildet der Goldpreis dort gerade sogar Allzeithochs. Eine Unze kostete bis aktuell noch nie 1.516 Euro.

Als mögliche Ursache für den Preisanstieg die letzten Tage wird oft die Sorge vor dem Coronavirus CoVid-19 genannt. Man geht davon aus, dass die Vorsichtsmaßnahmen zur Bekämpfung der Krankheit die Wirtschaft empfindlich treffen können und greift so auf sogenannte “Sichere Hafen” Investitionsmöglichkeiten wie Edelmetalle zurück. Weiters sagen viele Marktbeobachter, dass ein nachhaltiger Anstieg des Goldpreises schon längst überfällig sei. Seit fast 10 Jahren war das Metall im Seitwärtstrend. Seitdem habe Inflation stattgefunden und der Goldpreis müsse angepasst werden.

Goldpreis Bitcoin
Entwicklung Goldpreis seit 2010 (Tradingview)

Wie schaut es mit dem digitalen Gold aus?

Als Gold im Jahre 2011 sein Allzeithoch von rund 1.900 $ erreichte, gab es Bitcoin bereits. Im Sommer desselben Jahres platzte die erste Bitcoinblase bei einem Preis von rund 31 $. Seitdem konnte der Bitcoin stark zulegen und erreichte sein Allzeithoch gegen Ende 2017 im Zuge einer großen Kryptorallye.

Während das Edelmetall relativ stabil vor sich hin dümpelte erfuhr die Kryptowährung dramatische Preisschwankungen. Im aktuellen Jahr hat Bitcoin klar die Nase vorne. Wer die Cyberwährung am 1. Januar 2020 gekauft hat, ist jetzt rund 36 % im Plus. Wer am 1. Januar Gold gekauft hat, kann rund 12 % Gewinn verbuchen. Damit hat in diesem Jahr Bitcoin rund 3-mal so stark performt wie Gold.

Natürlich sind diese Zahlen mit Vorsicht zu genießen. Die Geschichte hat gezeigt, dass Bitcoin auch extrem einbrechen kann und die dabei entstehenden Verluste ihresgleichen suchen. Bitcoin ist nach wie vor die risikoreichere Anlageklasse. Wenngleich das Risiko höher ist, so sind auch die Chancen höher.

Peter Schiff nutzt Situation für Seitenhieb

Obwohl Gold dieses Jahr deutlich schlechter abgeschnitten hat als Bitcoin, hat der legendäre Goldbulle und Bitcoinkritiker Peter Schiff den Preisanstieg seines geliebten Assets Gold die letzten Tage für einen Seitenhieb gegen die Bitcoin-Fangemeinde genutzt. In einer Twitterumfrage ließ er die Nutzer raten, wer wohl zuerst die 3.000 $ Marke erreichen wird, Gold oder Bitcoin.

Für Bitcoin hieße dies ein Einbruch vor rund 70 % und für Gold ein Zuwachs von rund 82 %.

An der Umfrage nahmen fast 13.000 Nutzer teil, das Ergebnis siehst du im eingebetteten Tweet. Die Frage hat der Bitcoinkritiker rhetorisch sehr geschickt zulasten Bitcoins formuliert.

Bitcoin Goldbarren
Bitcoin© Cryptoticker

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