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Covid19: FED senkt Zinsen und pumpt 700 Mrd. $ in die Märkte. Hat die Stunde Bitcoins jetzt geschlagen?


Nach einem Bericht des amerikanischen Wirtschaftsmagazins CNBC hat sich die amerikanische Zentralbank Federal Reserve (Fed) am Sonntag dazu entschlossen die Zinsen von 1% bis 1,25 % auf 0 % bis 0,25 % zu senken und zudem 700 Mrd. $ in die Wirtschaft zu pumpen. Als Begründung meinte die Fed, dass der Coronavirus (Covid19) Gemeinschaften geschadet und die wirtschaftlichen Aktivitäten in vielen Ländern, darunter der USA gestört habe. Mit dem Programm wolle man die Wirtschaft vor den Auswirkungen des Virus schützen.

Von der Zinssenkung betroffen sollen nicht nur Kurzzeitdarlehen für Finanzinstitutionen, sondern auch Notfalldarlehen am Rabattfenster für Banken sein. Zudem wurde die Kreditlaufzeit für letztere auf 90 Tage verlängert. Ein Sprecher der Fed meinte dazu:

Das Rabattfenster spielt eine wichtige Rolle bei der Unterstützung der Liquidität und Stabilität des Bankensystems und der effektiven Umsetzung der Geldpolitik. Es unterstützt den reibungslosen Fluss von Krediten an Haushalte und Unternehmer.

Sprecher Fed frei übersetzt

Das Rabattfenster der Fed ist eine letzte Anlaufstelle für die Bankenindustrie. Institutionen können es für Liquiditätsbedarf nutzen. Jedoch versuchen sie es, falls möglich zu vermeiden, da es auf eventuelle finanzielle Probleme hindeuten könnte, was eine schlechte Botschaft aussendet.

Weiterhin wurde die Mindestreserve für die Kreditvergabe für tausende Banken auf null gesetzt. Damit können sie Kredite vergeben, ohne sie decken zu müssen. In Zusammenarbeit mit den größten Notenbanken / Zentralbanken der Welt, will man Maßnahmen ergreifen, um die Dollarliquidität global zu erhöhen.

Diese Aktion der Fed kommt, nachdem man bereits 1,5 Billionen US-Dollar den Märkten zugesprochen hat.

Was bedeutet das für Bitcoin?

Die Zentralbanken konnten die Krise 2008 mit massiven Zinssenkungen abfedern. Die Zinsen sind seitdem auf gut 0 geblieben und man hat jetzt keinen Spielraum mehr, das Pulver ist verschossen sozusagen. Außer massiv Geld zu drucken, bleiben den Zentralbanken also nicht mehr viele Möglichkeiten. Dies birgt hohe Inflationsrisiken und das eventuelle Risiko einer Hyperinflation.

Bitcoin und Kryptowährungen könnten in so einer Inflation eine wichtige Rolle spielen. Die meisten haben eine fest vorgegebene Inflation und damit ähnliche Eigenschaften von Gold. Wie sich der Goldpreis im Verhältnis zur Wirtschaft in den letzten hundert Jahren entwickelt hat, kannst du im folgenden Artikel nachlesen.

Sollte es wirklich zu Entwertungen der nationalen Fiatwährungen kommen, könnten die Leute sich nach Alternativen umschauen und auf Kryptowährungen ausweichen. Beispiele hierfür gibt es bereits. In Venezuela und Argentinien hat das Handelsvolumen von Kryptowährungen in den Krisenzeiten stark zugenommen.

Spannend dürfte es sein wie die Märkte morgen auf die Ankündigung der Fed gegen die Auswirkungen gegen Covid19 reagieren werden. Auch Gold sollte man jetzt im Auge behalten.

Covid19 Dollarregen
Covid19© Cryptoticker

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